Nichtorganische Insomnie:
Insomnie ist ein Zustandsbild mit einer ungenügenden Dauer und Qualität
des Schlafes, das über einen beträchtlichen Zeitraum besteht und
Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen und frühmorgendliches Erwachen
einschließt. Insomnie ist ein häufiges Symptom vieler psychischer und
somatischer Störungen und soll daher nur zusätzlich klassifiziert werden, wenn
sie das klinische Bild beherrscht.
Nichtorganische Hypersomnie:
Hypersomnie ist definiert entweder als Zustand exzessiver
Schläfrigkeit während des Tages und Schlafattacken (die nicht durch eine
inadäquate Schlafdauer erklärbar sind) oder durch verlängerte Übergangszeiten
bis zum Wachzustand nach dem Aufwachen. Bei Fehlen einer organischen Ursache
für die Hypersomnie ist dieses Zustandsbild gewöhnlich mit anderen psychischen
Störungen verbunden.
Nichtorganische Störung des
Schlaf-Wach-Rhythmus: Eine Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus ist
definiert als Mangel an Synchronizität zwischen dem individuellen
Schlaf-Wach-Rhythmus und dem erwünschten Schlaf-Wach-Rhythmus der Umgebung.
Dies führt zu Klagen über Schlaflosigkeit und Hypersomnie.
Schlafwandeln
[Somnambulismus]: Schlafwandeln oder Somnambulismus ist ein Zustand
veränderter Bewusstseinslage, in dem Phänomene von Schlaf und Wachsein
kombiniert sind. Während einer schlafwandlerischen Episode verlässt die
betreffende Person das Bett, häufig während des ersten Drittels des
Nachtschlafes, geht umher, zeigt ein herabgesetztes Bewusstsein, verminderte
Reaktivität und Geschicklichkeit. Nach dem Erwachen besteht meist keine
Erinnerung an das Schlafwandeln mehr.
Pavor nocturnus:
Nächtliche Episoden äußerster Furcht und Panik mit heftigem Schreien,
Bewegungen und starker autonomer Erregung. Die betroffene Person setzt sich
oder steht mit einem Panikschrei auf, gewöhnlich während des ersten Drittels
des Nachtschlafes. Häufig stürzt sie zur Tür wie um zu entfliehen, meist aber
ohne den Raum zu verlassen. Nach dem Erwachen fehlt die Erinnerung an das
Geschehen oder ist auf ein oder zwei bruchstückhafte bildhafte Vorstellungen
begrenzt.
Alpträume [Angstträume]:
Traumerleben voller Angst oder Furcht, mit sehr detaillierter
Erinnerung an den Trauminhalt. Dieses Traumerleben ist sehr lebhaft, Themen
sind die Bedrohung des Lebens, der Sicherheit oder der Selbstachtung. Oft
besteht eine Wiederholung gleicher oder ähnlicher erschreckender
Alptraumthemen. Während einer typischen Episode besteht eine autonome
Stimulation, aber kein wahrnehmbares Schreien oder Körperbewegungen. Nach dem
Aufwachen wird der Patient rasch lebhaft und orientiert.